Die Kraft der Disziplin – Im Interview mit dem Pop-Star und Fitnesssportler Christopher Schnell

1 Kommentar

Alles fing an mit seiner Teilnahme bei Deutschland sucht den Superstar. Seitdem er in der letzten Staffel Vierter wurde, startet Christopher Schnell nun voll durch. Neben seiner Gesangskarriere ist er begeisterter Fitnesssportler und als Testimonial bei Horizon Fitness unter Vertrag.

In einem exklusiven Mega-Interview für den Fitness-Blog von Sport-Tiedje spricht er über seine übergewichtige Vergangenheit, den Stellenwert von Sport in seinem Leben und warum er Arnold Schwarzenegger inspirierend findet. Außerdem gibt es was zu gewinnen!

Thore: Halte ich dich gerade vom Fitnesstraining ab?

Christopher: Ich bin schon viel unterwegs und sehr selten zu Hause, aber ich glaube, das ist alles eine Planungssache. Ich habe heute morgen tatsächlich schon Sport zuhause gemacht, eine halbe Stunde Intervalltraining auf dem Laufband, um in kurzer Zeit viel zu schaffen. Je nachdem wie lange es heute geht, werde ich später noch ins Fitness-Studio gehen.

Thore: Wie sieht dein typischer Trainingsplan aus?

Christopher: Ich bin jemand, der gerne eine Mischung hat. Ich wohne in Hamburg und ich liebe es, um die Alster zu laufen. Wenn ich wenig Zeit habe, laufe ich zuhause auf meinem Laufband. Aber ein typischer Trainingstag wäre für mich tatsächlich das Fitnessstudio. Dort mache ich am liebsten Grundübungen wie Bankdrücken, Liegestützen in allen Variationen, Kniebeugen, getreu dem Motto „Beine bis ich weine“, und Klimmzüge.

Mein Geheimtipp sind auf jeden Fall einbeinige Kniebeugen. Bis zum Versagen! Die sind echt super! Die haben zusätzlich noch viel mit Gleichgewicht und Körperbeherrschung zu tun. Ich habe eine Zeit lang Thaiboxen gemacht und bin sehr lange leistungsmäßig geschwommen. Außerdem habe ich früher auch fünf Jahre recht gut? Tischtennis gespielt.DSCN0022

Thore: Du bist also sportlich durch und durch…

Christopher: Ja sportlich durch und durch, das stimmt. Aber trotzdem bin ich früher übergewichtig gewesen…

Thore: Das hat man in deinem Video gesehen, als du über deine Vergangenheit als übergewichtiger Jugendlicher berichtet hast. Zu welchem Zeitpunkt in deinem Leben hast du angefangen, Sport zu machen?

Christopher: Es war so, dass ich mich eigentlich immer unwohl gefühlt habe. Der Mensch neigt ja dazu, sich immer irgendwelche Gründe zu suchen wieso, weshalb, warum man etwas nicht tut. Ich hab immer viel Sport gemacht und habe es einfach als gegeben gesehen, dass ich übergewichtig war.

Irgendwann hatte ich die Schnauze voll. Ich kam bei den Mädels nicht gut an in der Schule. Ich bin damals, obwohl ich viel geschwommen habe, auf Klassenfahrten nie schwimmen gegangen, und das weil ich mich unwohl gefühlt habe, mich Mädchen gegenüber auszuziehen.

Mit 18 habe ich mir aber endlich gesagt: „Ey, was machst du eigentlich? Fang doch jetzt mal an, deinen Arsch hochzubekommen. Du hast Lust auf Sport, du machst es gerne und jetzt beschäftige dich ein bisschen damit“. Dann hat das Ganze angefangen. Ich habe mich viel mit Ernährung beschäftigt, und mein Training verbessert. Das war ein Prozess, der eine Weile gedauert hat.

Thore: Wie hast du die Ernährung umgestellt?

Christopher: Ich bin der festen Meinung, dass es zwei Typen von Menschen gibt: Einmal den Fresssack und den Nicht-Fresssack. Wenn ich mich da einordnen sollte, dann bin ich definitiv ein Fresssack. Ich kann dir jetzt ein Kilo Eis weghauen, ohne dass mir schlecht wird, und ich kann dazu auch noch zwei Tüten Chips essen.

Von daher hab ich früher auch immer recht gut gegessen, und wenn es Süßigkeiten gab, dann war ich immer vorne dabei. Als ich anfing, mich mit Ernährung zu beschäftigen, habe ich die Süßigkeiten weggelassen oder nur bewusst zu mir genommen. Fast-Food-Produkte sind komplett weggefallen.

Ich hab im Laufe der Zeit ein ganz anderes Verhältnis zur Ernährung bekommen. Ich versuche mich gut zu ernähren, achte darauf, dass ich morgens gut frühstücke und wenn ich dann unterwegs schnell etwas essen muss, achte ich darauf, dass es etwas Vernünftiges ist.

Ich habe mich so mit der Ernährung beschäftigt, dass ich jetzt weiß, was ich essen kann, wo was drin ist und wenn ich sündige, weiß ich, dass ich gerade sündige. Ich war vor kurzem in Österreich in einem Bio-Hotel. Da weiß man einfach, dass es dort gute Lebensmittel gibt. Bei meiner Hotelauswahl achte ich darauf. Und natürlich, ob es dort ein Fitnessraum gibt. Es ist alles ein Teil meines Lebens geworden.

DSCN0021Thore: Hattet ihr während DSDS auch Zeit Sport zu machen?

Christopher: Ich habe persönlich darum gekämpft, dass wir dort einen Fitnessraum bekommen. Den haben wir dann tatsächlich auch bekommen. Ich habe versucht, den Raum sehr oft zu nutzen, die anderen Kandidaten eher weniger. Ich denke, dieser Abnehmprozess hat mit dem ganzen Stress zu tun. Man muss sich das wirklich so vorstellen, dass man morgens um 8 Uhr den ersten Dreh hat und dann abends um 10 Uhr erst zurück kommt. Dann noch die zusätzliche Belastung (durch die Show an sich) und den ganzen Stress.

Es ist auch ein Foto von mir bei Instagram, wo ich um 11 Uhr abends gepostet habe: „10 Stunden Tag jetzt hinter mir und jetzt bin ich trotzdem noch beim Sport.“ Also ich brauche das irgendwie. Es ist nicht unbedingt so, dass ich abends um 11 Uhr noch Bock habe Sport zu machen, während die anderen vielleicht noch einen Film gucken. Sondern es ist dann wirklich so, dass ich sage: „Du wirst es bereuen, wenn du es nicht tust“ – und dann mach ich’s einfach.

Thore: Wie bist du zu Horizon gekommen?

Christopher: Der Geschäftsführer ist bei DSDS auf mich aufmerksam geworden, da ich das Thema Fitness ja während der ganzen Sendung schon so ein bisschen transportiert hatte. Wir waren außerdem zwei Wochen auf Kuba und auch dort habe ich Übungen mit dem eigenen Körpergewicht gemacht.

Es war dann einfach so, dass die gesagt haben: „Mensch, wir hätten dich wirklich gerne mal für ein Shooting. Du verkörperst das Thema Heimfitness“. Das DSDS-Studio war zu dieser Zeit mein Zuhause, dort habe ich auch trainiert. Wir haben dann recht schnell beim Shooting gemerkt, dass wir uns sehr gut verstehen und sehr viele identische Einstellungen zum Thema Disziplin haben.

Es ist eine wirklich tolle Kooperation entstanden, die jetzt schon über mehrere Monate dauert und auch längerfristig Zeit geplant ist.

Thore: Was machst du, wenn dir die Motivation zum Training fehlt?

Christopher: Es ist immer ein Kampf mit sich selbst. Ich habe irgendwann für mich festgestellt: Ich bereue immer, wenn ich plane, zum Sport zu gehen, aber es nicht tue. Ich habe es aber noch NIE bereut, wenn ich es tatsächlich getan habe. Und das ist einfach so dieser Satz, mich antreibt: „Du wirst bereuen, wenn du es jetzt nicht tust. Aber du wirst froh sein, wenn du hingegangen bist. Das ist dann tatsächlich oft der ausschlaggebende Grund, dass ich zu mir sage, „Verdammt noch mal, mach jetzt einfach Sport und hinterher wirst du froh sein!“.

Thore: Nutzt du auch den Passport Media Player beim Laufbandtraining zu Hause?

Christopher: Ich nutze ihn sehr gerne. Es ist ganz lustig, weil es wirklich ein Ausflug in verschiedene Orte ist und zwischendurch kleine Anekdoten erzählt werden. Ich laufe zum Beispiel gerne durch Los Angeles. Dort scheint dann die Sonne und ein bisschen geht einem da schon das Herz auf. Während des Laufens denke ich auch dann die ganze Zeit daran, dass ich unbedingt demnächst mal wieder dorthin will. Wenn ich dann da bin, und die Strecke vor Ort laufe, dann wird es schon cool sein zu sagen: „Hier bin ich doch schon lang gejoggt.“

Thore: Gibt es eine Strecke, die du dir wünschen würdest?

Christopher: HAMBURG! Ich wohne in Hamburg, ich bin Hamburg-Liebhaber und ich habe überlegt, wie lustig es wäre, wenn ich einfach in der Wohnung um die Alster laufen könnte. Hamburg ist eine super schöne Stadt, ich glaube auch, dass es auch für den internationalen Markt eine geile Strecke wäre.DSCN0037

Thore: Das sollten wir mal bei Horizon vorschlagen…

Christopher: Ich laufe die Strecke auch gerne ab!

Thore: Hast du eine spezielle Musik, die du während des Fitnesstrainings hörst?

Christopher: Ja, irgendwas Motivierendes, zum Beispiel die Musik aus meinem Fitnessvideo. Die habe ich aus ganz vielen Titeln tatsächlich selbst ausgewählt. Ich mag dieses epische, das sich ein bisschen aufbaut, irgendwann setzt dann der Beat ein und wird richtig groß. Dann machst man noch gleich drei Wiederholungen mehr!

Thore: Was hat es damit auf sich, dass Arnold Schwarzenegger dein Vorbild ist?

Christopher: Ich finde Arnold unglaublich inspirierend und habe sogar seine Biografie gelesen. Er hat sich immer riesige Ziele gesetzt hat, als alle gesagt haben: „Du bist verrückt“ oder als ihn alle belächelt haben. Er hat auf niemanden gehört, hat sich immer seinen Weg gesucht. Er wollte unbedingt Profi-Bodybuilder werden und war damals bei der österreichischen Bundeswehr.

Er durfte nicht weg, ist aber einfach in der Nacht geflüchtet und hat gesagt: „Ihr seid mir alle egal. Ich geh‘ da jetzt hin und nehme am Wettbewerb teil“. Und so zieht sich das sein ganzes Leben lang durch. Er wollte Mr. Olympia werden und ist es gleich mehrfach geworden! Dann hat er sich gesagt: „Ich will nach Hollywood“, und wurde einer der erfolgreichsten Schauspieler!

Dann hat er sich irgendwann gesagt: „Ich will in die Politik“, und er ist dann der Gouverneur des drittgrößten Bundesstaates der USA geworden. Er hat sich seine Ziele immer hoch gesetzt, nach dem Motto „Think Big“, aber diese Ziele dann auch immer erreicht.

Thore: Du warst bei deiner ersten DSDS-Teilnahme unter den Top 15 und dieses Jahr wurdest du Vierter. Hast du die Motivation vom Sport auch auf deine Gesangskarriere übertragen?

Christopher: Also zwischen dem erstenund dem zweiten Mal bei DSDS lagen sechs Jahre. Der Sport hat wirklich eine große Rolle gespielt. Ich glaube, dass der Sport und dieser tägliche Kampf, sich dazu aufzuraffen, einen im Leben weiterbringt. In meinem Job als Immobilienmakler gab es manchmal Dinge, zu denen ich keine Lust hatte hatte und man sich dann sagen musste: „Jetzt tu es einfach, du kommst eh‘ nicht drumherum“.

Ähnlich ist es beim Sport. Bei der Musik und DSDS war es dann genau so. Ich habe in den Spiegel geschaut und gesagt: „So, wars das jetzt? Willst du jetzt für immer einen „normalen“ Job haben oder willst du wirklich nochmal für deinen Traum kämpfen? Du wirst es bereuen, wenn du es nicht tust! Einige Jahre später wirst du zurückblicken und sagen: Mensch, wieso hast du es nicht noch einmal probiert?“.

Da war mein Motto: „Zu bereuen, etwas getan zu haben , ist immer besser als zu bereuen, was du nicht getan hast, was du nicht getan hast“. Deswegen glaube ich schon, dass das alles miteinander zu tun hat.

Thore: Wie traurig warst du dann, dass du es nicht ganz zum Superstar geschafft hast?

Christopher: Ich war froh und erleichtert. Hinterher wurden die Votings veröffentlicht und ich war immer auf Platz zwei hinter Aneta, bis auf die Show, bei ich rausgeflogen bin. Ich glaube aber, dass ich mit dem Titel „Superstar“ am Ende des Tages nicht glücklich geworden wäre. Ich hab die Zeit extrem genossen. Es ist eine der größten Bühnen Europas, auf der ich da gestanden habe. Das war jetzt ein Abschnitt, aber jetzt geht es weiter. Jetzt muss ich schauen, wie es weitergeht und welche Projekte ich mache. Und das hat wieder viel mit Disziplin und Ehrgeiz zu tun.

Thore: Was sind Deine nächsten Pläne?

Christopher: Demnächst werde ich wieder viel im Studio sein und neue Songs aufnehmen. Ich bin gerade mit einem Produzententeam zusammen, um neue Songs zu schreiben. Da wird auf jeden Fall demnächst etwas neues, wirklich cooles kommen. Dann werde ich weiterhin viel unterwegs sein und Konzerte geben.

Mit Horizon planen wir zudem ein sehr großes Projekt. Ich werde eine Art Fitnessblog haben, wofür wir demnächst sehr viel drehen werden. Es geht darum, die Leidenschaft, die ich habe, mit den Menschen zu teilen. Ich habe viele Leute da draußen, die sich für meinen Sport und meinen Werdegang interessieren und ich wäre froh gewesen wenn ich damals jemanden gehabt hätte, den man als Vorbild hat und der einem sagt: „Hey, ich nehm dich bei der Hand und zeige dir, wie es funktioniert!“

Thore: Hast du vielleicht zum Abschluss noch einen Motivationstipp, den du uns auf den Weg geben möchtest?

Christopher: Da komme ich wieder zurück zu Arnold Schwarzenegger: Setzt euch die größten Ziele und versucht, dafür euer bestmögliches zu geben. Es ist immer noch besser, wenn man sich ein richtig hohes Ziel setzt und es dann knapp verfehlt , als sich zu niedrige Ziele setzt und dann vielleicht das niedrige Ziel nicht erfüllt. Also: Think Big! Und dann klappt das schon.

Auf unserer Facebookseite findet ab Freitag eine Verlosung statt, bei der Ihr ein Fitness-Starterpaket gewinnen könnt. Dieses Startpaket enthält ein signiertes Sport-Tiedje T-Shirt, eine signierte Autogrammkarte, einen Shaker und eine Taurus Trainingsmatte. Um mitzumachen müsst ihr einfach hier auf unsere Facebookseite gehen! Bitte beachtet bei der Teilnahme die Gewinnspiel-AGBs.

Hier könnt Ihr das Motivationsvideo „Die Kraft der Disziplin“ von Christopher Schnell und Horizon Fitness ansehen!

One thought on “Die Kraft der Disziplin – Im Interview mit dem Pop-Star und Fitnesssportler Christopher Schnell

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.