Wassergymnastik für Schwangere: Ein Erfahrungsbericht

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Wassergymnastik für Schwangere

Unsere Kollegin Daniela aus dem Bereich Filialprojekte ist schwanger. Was beim Sport in der Schwangerschaft zu beachten ist, haben wir hier (Sport in der Schwangerschaft – was ist zu beachten?) schon beantwortet. Um sich und ihrem Baby etwas Gutes zu tun, ist Daniela weiterhin sportlich aktiv. Jetzt hat sie Wassergymnastik ausprobiert und berichtet euch hier von Ihren Erfahrungen.

Erfahrungsbericht Wassergymnastik für Schwangere

Die Wochen vergehen wie im Fluge. Der Bauch wächst und wird schwerer. Die Knochen und Bänder werden weicher und elastischer. Es ist schon erstaunlich wie sich der Körper verändert im Laufe einer Schwangerschaft. Im Allgemeinen würde ich meinen Fitnesszustand vor der Schwangerschaft als relativ gut beschreiben – naja, jedenfalls konnte ich eine Treppe zügig hinaufgehen, ohne auf halber Strecke wegen akuter Schnappatmung zu pausieren …lang ist’s her!
Ich musste schnell lernen, dass mein Kreislauf nun für zwei genügend Power zur Verfügung stellen muss. Dazu kommt das Gewicht, dass man natürlich zulegt. Alles in allem also eine sehr anstrengende Zeit für den Körper.
Aber vom Rumsitzen wird es natürlich nicht besser. Also musste ich mir eine Aktivität suchen, die für mich angenehm und für mein Baby ungefährlich ist.
Ich unterhielt mich mit einer Bekannten, die während ihrer Schwangerschaft zum Schwangerschaftsyoga gegangen ist. Für sie war der Mix aus Entspannung, Atmung und Kraftübungen genau das Richtige.
Da ich bisher nicht besonders viel für Pilates und Yoga übrig hatte, habe ich mein Glück lieber bei einer Aquagymnastik-Gruppe versucht.

Aquagym für Schwangere: die erste Stunde

Es ist schon ein komisches aber auch ein sehr befreiendes Gefühl das erste Mal auf eine Gruppe Gleichgesinnter zu treffen. Alle mit einem heranwachsenden Mensch im Bauch, alle mit ähnlichen Wehwehchen und alle mit ähnlichen Gedankenkarussells. Toll das man nicht allein ist!
Lustig wurde es dann in der Schwimmhalle, als ein Haufen rundlicher Frauen in Bikini und Tankini gekleidet, leicht verunsichert das erste Mal ins Becken stapfte und gespannt auf die Kursleitung wartete. Die Kursleiterin, mit einem Gettoblaster und Poolnudeln bewaffnet, nahm uns schnell die anfängliche Unsicherheit. Nach einem 10-15 minütigem Warm-up ging es richtig los. Die Beine, der Rücken und die Arme wurden abwechselnd bearbeitet. Eigentlich sind es recht einfache Übungen, aber wenn man auf die Körperspannung achtet und sich auch mal an die eigenen Grenzen wagt, stellt man schnell fest, dass das Training mit Wasserwiderstand nicht zu unterschätzen ist!

Schwerelos auf der Poolnudel

Schwimmbad

Raum für Schwerelosigkeit

Nachdem wir 12 Teilnehmerinnen also aus dem Schwimmbecken für eine gute ¾-Stunde ein Wellenbad gemacht haben, folgte der Entspannungsteil. Auf den freuten wir uns natürlich am meisten! In völliger Schwerelosigkeit lagen wir also mit einer Poolnudel im Rücken und in den Kniekehlen im Wasser. Unsere Bäuche guckten aus dem Wasser – es tat so gut, das Gewicht einmal nicht zu spüren, das in den vergangenen Wochen täglich zugenommen hat.
So verließen wir also erschöpft aber gut gelaunt nach einer Stunde das Becken. Gemein ist nun der Moment, in dem der Bauch das Wasser verlässt und uns mit einem Schlag zurück in die Realität holt. Das volle Gewicht unserer Bäuche müssen wir nun wieder selber tragen und das fühlt sich in den ersten Minuten an, als hätte man kein Kind sondern eine Bleikugel im Bauch.

Wassergymnastik für Schwangere – Mein Fazit:

Der Kurs dauert sechs Wochen. Für mich ist die regelmäßige Bewegung im Wasser ein toller Ausgleich und tut meinem Kreislauf und der Kondition sehr gut. Sicherlich werde ich auch nach Ende des Kurses weiterhin ins Schwimmbad gehen und mich durch die erlernten Übungen alleine fit halten. Zusammen mit regelmäßigen, zügigen Spaziergängen durch die Natur habe ich für mich die optimale sportliche Aktivität in der Schwangerschaft gefunden.
Ich hoffe dass mir die körperliche Ertüchtigung auch während der Entbindung zugute kommt!

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