DER Fitnesstrend 2016: Pokémon GO!

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Pokémon GO

Um das neue Smartphone-Spiel Pokémon GO von Nintendo ist ein wahrer Boom entflammt: Auf den Straßen, an Museen und Schauplätzen sammeln sich App-User von jung bis alt, die den nächsten Poké-Stop abgrasen wollen. Seit der Veröffentlichung ist Pokémon GO mit fast 21 Millionen Nutzern das erfolgreichste Spiel im App Store und Google Play Store, denn das Spiel weiß generationsübergreifend zu begeistern. Seit dem 13. Juli ist das kostenfreie Spiel auch in Deutschland veröffentlicht. Warum es das Spiel heute auf unseren Fitness-Blog schafft? Dafür gibt es einen guten Grund, denn hinter dem Spiel verbirgt sich zusätzlich eine Fitness-App. Wie der Name schon verrät, bringt das Spiel weltweit unzählige Nutzer dazu, sich zu bewegen. Auf der Suche nach neuen Monstern und neuen Poké-Stops müsst Ihr nämlich die Umgebung aktiv erkunden und lange Strecken zurücklegen. So wird der tägliche Weg zur Arbeit oder der abendliche Spaziergang durch die Nachbarschaft zur spannenden Schnitzeljagd. Fit werden mit Rattfratz und Pikachu als Personal Trainer – wie das klappt, lest Ihr in unserem Blogbeitrag.

Pokémon GO: So funktioniert’s

In dem sogenannten Augmented-Reality-Spiel (‚erweiterte Realität‘) vermischt sich die virtuelle Welt mit der realen: In der echten Umgebung müssen mithilfe der App virtuelle Monster aufgespürt werden, die dann als Animation auf dem Display erscheinen. Dort können sie mit dem Pokéball gefangen, trainiert und entwickelt werden, bevor sie in der Arena gegen Pokémons anderer Spieler antreten. An besonderen Orten und Sehenswürdigkeiten sind sogenannte Poké-Stops eingerichtet, an denen man sich mit den wichtigen Pokébällen versorgen kann. Zu diesem Zweck greift das Spiel auf die Geo-Informationen von Google Maps zu. Euer Standpunkt wird per GPS bestimmt. So erfahrt Ihr immer, wenn sich ein Pokéstop oder ein wildes Pokémon in eurer Nähe befinden.

Die geniale Idee: eine versteckte Fitness-App mit Spielspaß

Pokémon GO kombiniert ein digitales Spiel mit Bewegung an der frischen Luft: Ähnlich wie beim Geocaching motiviert die App ihre Nutzer dazu, neue Orte zu erkunden. Um nämlich die wilden Pokémons zu fangen, muss man mit dem Smartphone raus in die Natur. Weit über Hundert Pokémon warten am Wasser, im Wald oder an einer Sehenswürdigkeit Eurer Stadt darauf, entdeckt zu werden. Dabei ist Schnelligkeit gefragt: Wer nicht schnell genug ist, dem entläuft das Pokémon. Der Spaß steht zwar im Vordergrund, die verbesserte Fitness ist aber ein positiver Nebeneffekt. Denn zum Ausbrüten der Eier z.B., die man im Verlauf des Spiels sammelt, muss man bis zu 10 Kilometer zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen. Je mehr Ihr zu Fuß unterwegs seid, desto besser stehen Eure Chancen, den Pokédex zu füllen. Schummeln funktioniert hier übrigens nicht, denn die App merkt anhand Eurer Maximalgeschwindigkeit genau, wenn Ihr Euch nur ins Auto setzt und losfahrt. Damit ist das Spiel wohl das erste Online-Game, das Euch dazu bringt, Euch draußen zu bewegen, anstatt vom Sofa aus zu spielen – da können selbst die Eltern nicht mehr meckern.

Pokémon GO begeistert Gesundheitsexperten

Mit der Idee, spielerisch für mehr Fitness zu sorgen, stellt das neue Game Fitness-Apps wie Runtastic und Freeletics in den Schatten. Dank Pokémon GO sind weltweit Millionen Menschen draußen unterwegs und legen zu Fuß oder mit dem Rad weite Strecken zurück, um die begehrten Monster zu finden. Und das überzeugt selbst Gesundheitsexperten, die sich darüber freuen, dass das Spiel Kinder von der Couch holt und spielerisch dazu motiviert, sich an der frischen Luft zu bewegen.

Dr. Sabine Voermans, Leiterin der Prävention bei der Techniker Krankenkasse, sagt dazu:

„Digitale Medien haben eine magische Anziehungskraft – nicht nur auf Kinder. Es geht ja längst nicht mehr darum, ob, sondern wie wir digitale Medien nutzen. Und wenn der Nachwuchs mittels ‚gamification‚ einen bewegten Sommer hat, ist das klasse.“

Vielen Nutzern ist dabei zunächst gar nicht bewusst, dass sie ihrer Gesundheit gerade etwas Gutes tun. Und genau das ist das Erfolgsgeheimnis der App: Der sportliche Aspekt ist nur Mittel zum Zweck, der beste Pokémon-Spieler zu sein.

Jawbone bestätigt: Pokémon GO macht fit!

In den sozialen Medien teilen bereits etliche Nutzer ihre mit Pokémon GO zurückgelegte Kilometerzahl (und klagen über Muskelkater). Dabei zeigt sich, dass selbst Sportmuffel dank des Spiels täglich beachtliche Strecken zurücklegen. Jawbone bestätigt jetzt diese Zahlen: Der Fitnesstracker-Hersteller hat die Daten seiner Nutzer ausgewertet, die Pokémon GO spielen. Das sportliche Ergebnis: Die Spieler sind am ersten Wochenende mit dem Spiel über 60% bzw. über 8.000 Schritte mehr gelaufen als am Wochenende davor. Eine Statistik, die um die Welt geht:

Pokémon GO

Mit dem Start von Pokémon GO legten Jawbone UP-User deutlich mehr Schritte zurück (Quelle: Jawbone).

Kann die App die Fitness tracken?

Zugegeben, Pokémon GO macht süchtig: Ist man erst einmal auf der Jagd, packt einen die Sammelleidenschaft. Nur noch schnell den nächsten Pokéstop ausfindig machen und schon hat man eine beachtliche Strecke zurückgelegt. Darüber freut sich natürlich Eure Fitness. Die zu tracken, gelingt mit dem Spiel allerdings nur bedingt: Die App zeigt Euch lediglich die zurückgelegte Distanz bis zum nächsten Ziel an. Wenn Ihr Euren Kalorienverbrauch wissen möchtet oder Eure Herzfrequenz im Auge behalten wollt, empfehlen wir Euch, Pokémon GO mit einem Fitnesstracker zu kombinieren. So seht Ihr am Ende des Tages wirklich, wie sich Eure Fitness dank der App verbessert hat. Und das ist neben der Belohnung für die gejagten Monster doch ein schöner Motivationsschub!

Fit werden mit Pokémon GO: Unsere Trainings-Tipps

Das Spiel setzt ja bereits voraus, dass Ihr Euch auf der Suche nach den insgesamt 151 Pokémon bewegt und neue Gebiete erkundet. Und Gehen ist eines der besten Dinge, die wir für unsere Gesundheit tun können. Gesundheitsexperten empfehlen mindestens eine Stunde Bewegung am Tag. Zahlreiche Studien belegen, dass ein täglicher Extra-Spaziergang (5.000-10.000 Schritte) die Stimmung hebt und dem allgemeinen Wohlbefinden gut tut. Pokémon GO ist also ein gutes Mittel, um ein gesünderes Leben zu führen. Von nun an geht Ihr einfach eine größere Runde mit dem Hund oder zum Park am anderen Ende der Stadt, den Ihr schon immer mal sehen wolltet. Statt online zu shoppen, spaziert Ihr zum Einkaufscenter (dort kauft Ihr Euch natürlich kein Eis, sonder viel lieber ein paar neue Laufschuhe).

Wer noch mehr für seine Fitness tun möchte, kann die App einfach mit unseren Fitness-Tipps ergänzen:

  • Längere Strecken: Statt nach der Arbeit auf direktem Weg nach Hause zu gehen, könnt Ihr auf der Suche nach Taubsi, Pummeluff und Co. einen kleinen Umweg einschlagen, um Euren Pokédex zu verbessern.
  • Joggen statt gehen: Zieht Eure Laufschuhe an und joggt zu den nächsten Pokéstops. So kommt Ihr auch im Spiel schneller voran.
  • Mit kleinem Workout verbinden: Pokémon GO und Intervalltraining? Passt! Lauft von einem Pokéstop zum nächsten, legt zwischendurch kleine Sprints ein und baut Grundübungen wie Liegestütze oder Sit-ups ein. In den Pausen dazwischen fangt Ihr dann die Pokémons.

Der Pokémon GO-Boom geht gerade erst so richtig los. Wir sind gespannt, inwiefern das Spiel langfristig tatsächlich eine Auswirkung auf das allgemeine Fitness-Level seiner User haben wird. Fest steht aber schon mal, dass sich bereits 10 Minuten mehr Bewegung pro Tag durchaus positiv auf die Gesundheit auswirken. Also: Go catch ‚em all!

One thought on “DER Fitnesstrend 2016: Pokémon GO!

  1. AvatarSebastian

    Ob die App mit dem Hintergedanken zum Fitness entworfen wurde, wage ich zu bezweifeln aber dennoch kann man den positiven Effekt nicht verleugnen. Als ich letzte Woche im Park saß und sicher 10% der Menschen wie ferngesteuert mit Handy in der Hand und gesenktem Kopf nach Pokemons suchten, war das schon etwas befremdlich. Nichtsdestotrotz immer noch besser als in der dunklen Stube vor dem Computer zu sitzen und Ego-Shooter zu spielen.

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