Die ultimative Übung für … gibt es nicht!

2 Kommentare

Warum es DIE eine Fitnessübung NICHT gibt und Übungsvielfalt im Training das A und O ist, erklärt unser Gastautor Personal Trainer und Ernährungswissenschaftler Karsten Sobottka aus Hamburg.

Zugegeben, natürlich gibt es Übungen, die den Po, die Beine, den Bauch oder die Arme auf Vordermann bringen. Aber: Die eine, die ultimative, die beste Übung – wie in so manchem Ratgeber versprochen – gibt es leider nicht. Vielmehr kommt es auf die Ausgangssituation des Sportlers an. Das genaue Ziel, der Stoffwechseltyp, die Genetik, den Trainingsrhythmus, die Trainingserfahrung und einige andere Faktoren haben großen Einfluss darauf, welche Übungen für den jeweiligen Sportler funktionieren und Erfolg versprechend sind.

Effektive Wachstumsreize durch mehr Abwechslung im Training

Menschen, die ihren Bauch, Po, o.Ä. über längere Zeit mit einer einzelnen „besten“ oder „ultimativen“ Übung trainieren und sich über den ausbleibenden Erfolg wundern, kann gesagt werden: Unser Körper ist dafür leider zu smart. An immer wiederkehrende, gleiche Reize gewöhnt er sich schnell und optimiert sich selbst so, dass er die Trainingsroutine mit links stemmt. Wenn also effektive Wachstumsreize gesetzt werden sollen, ist die Abwechslung im Training von elementarer Bedeutung. In den meisten Fällen ist es angebracht, den Einsatz zu verteilen und nicht alles auf eine Karte (Übung) zu setzen.

Hier ein kleines Beispiel: Ihr möchtet etwas für Euren Po tun? Super! Anstatt sich aber vier Mal pro Woche auf die Beinpresse zu setzen, sorgt besser für neue Reize. Baut etwa freie Kniebeugen und Ausfallschritte in Euer Training ein. Variiert auch innerhalb der Übungen. Ausfallschritte lassen sich beispielsweise auf der Stelle oder aber im Gehen ausführen, auch der Ausfallschritt zur Seite fordert wiederum neue Muskelgruppen. Verändert gelegentlich auch das Trainingsgewicht, führt Ihr Eure Übungen üblicherweise mit wenig Gewicht und hohen Wiederholungszahlen aus, werdet Ihr merken, dass sich Euer Körper bald an den Trainingsreiz gewöhnt hat. Wechselt dann für einige Wochen zu mehr Trainingsgewicht mit einer geringeren Wiederholungszahl. Ihr werdet den Unterschied schnell spüren.

Neue Bewegungsmuster meistern

Die dazugewonnene Übungsvielfalt bringt zudem neue Bewegungsmuster mit sich, die es zu meistern gilt. Die Folgen sind ein besseres Koordinationsvermögen, eine optimierte muskuläre Ansteuerung und mehr Spaß am Training. Aber bitte nicht erschrecken: Plötzlich ist da auch wieder ein Muskelkater!

In diesem Sinne: Viel Freude bei Eurem – abwechslungsreichen – Training.

FEELGOOD-WORKOUTS
Personal Training & Food Coaching
Hamburg

Unser Gastautor Karsten Sobottka ist selbst sportlich sehr aktiv und steht seinen Kunden als Personal Trainer und Ernährungswissenschaftler professionell mit Rat und Tat zur Seite.

www.feelgood-workouts.de

2 Gedanken zu „Die ultimative Übung für … gibt es nicht!

  1. Etienne

    Absolut richtiger Beitrag! Ich versuche immer wieder Abwechslung in mein Training zu bringen und sehe mich auch immer wieder bestätigt durch meine Erfolge. Außerdem machen neue Übungen Spaß!
    LG

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.