Abnehmen durch Laufen Typische Fehler auf Eurem Weg zur Wunschfigur

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Hoher Kalorienverbrauch, einfach durchzuführen, positiver Effekt auf Psyche und Waage: Die Liste guter Gründe, sich mit Laufen in Form zu bringen, ließe sich problemlos noch erweitern. Doch auch hier heißt es Augen auf beim Dauerlauf. Wir zeigen Euch drei Stolpersteine beim Joggen, die Ihr auf Eurem Weg zur Wunschfigur besser umkurven solltet.

Laufen gehört nicht nur zu den effektivsten Trainingsarten im Kampf gegen unerwünschtes Hüftgold, sondern auch zu den populärsten. Laut einer bundesweiten Befragung schnürten 2016 knapp 23 Millionen Deutsche zumindest ab und zu ihre Sportschuhe. Ob zum Kalorien verbrennen, den Knack-Po zu formen oder den Burger vom Vorabend abzutrainieren. Im selben Jahr rangierte Joggen hierzulande in den Top 10 der beliebtesten Freizeitaktivitäten, noch vor Brettspielen, Fußball oder Rennrad fahren.

Doch so hilfreich die wohl ursprünglichste aller Ausdauersportarten auf Eurer Mission Gewichtsverlust auch sein kann: eine Garantie für schnelle und vor allem langfristige Resultate bietet auch das Laufen nicht. Trotz häufigen Trainings kann eine Veränderung auf der Waage auf sich warten lassen. Das geht häufig zu Lasten der Motivation. Damit aus Eurem Lauftraining eine Erfolgsgeschichte und keine NeverEnding Frust-Story wird, hier drei typische Fehler, die Ihr leicht vermeiden könnt.

Fehler 1: Einheitsbrei

Abwechslungs statt Einheitsbrei

Immer das Gleiche macht selten Spaß. Oder: Euer Körper mag keinen Einheitsbrei

Wenn Ihr immer die selbe Strecke mit konstanter Intensität lauft, fehlt es Eurem Körper über kurz oder lang an neuen Reizen. Als intelligenter Organismus ist er in der Lage, sich den Gegebenheiten anzupassen, um möglichst effizient zu arbeiten. Das heißt für Euch, dass Ihr zwar auf Eurer Stammstrecke weiterhin ins Schwitzen kommt, irgendwann aber weniger Kalorien bei gleicher Distanz verbrennt. Euer Körper hat sich dann einfach entschieden, weniger Energie zu investieren. Energie, die Ihr aber gerne in Form von Kalorien loswerden wollt. Für Abhilfe sorgt hier die Abwechslung. Streut immer mal wieder unterschiedliche Elemente wie Sprints oder Ausfallschritte in Eurer Lauftraining oder setzt Euch längere Strecken in weniger Zeit zum Ziel.

Fehler 2: Grenze Tellerrand

Stellen sich auf der Waage trotz häufigen Joggens nicht die gewünschten Ergebnisse ein, reagieren viele darauf mit noch mehr Training. Auch hier kann die Anpassungsfähigkeit des Körpers ein Grund für Stagnation sein. Ein wesentlicher Faktor beim Abnehmen sind die Muskeln. Je häufiger diese trainiert werden, desto mehr Energie benötigen sie. Der Grundumsatz des Körpers steigt. Auch wenn beim Laufen zahlreiche Muskelgruppen effektiv trainiert werden, lohnt es sich, hin und wieder über den sportlichen Tellerrand zu schauen. Andere Cardio-Sportarten wie Radfahren oder Rudern auszuprobieren, um unterschiedliche Muskeln anzusprechen, schafft neue Reize für Euren Körper.

Fehler 3: Keine Geduld

Beim warten auf´s Wunschgewicht ist Geduld gefragt

Wenn´s mal wieder länger dauert…ist Geduld gefragt (und kein Snickers!)

Laufen ist zwar ein effektiver Sport für Jedermann, nicht aber auch für jeden gleich wirksam. Während die einen scheinbar mit jedem gelaufenen Kilometer an Pfunden verlieren, stellen sich sichtbare Erfolge auf Waage und im Spiegel bei andern spät ein. Besonders Lauf-Novizen fehlt es oft an der nötigen Geduld, Phasen der Stagnation zu akzeptieren, die häufig auf schnelle Fortschritte zu Anfang des Trainings folgen.

Wie schnell sich der Körper an das Lauftraining gewöhnt und in welchem Maße Training und Abnehmen miteinander korrelieren, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wer beispielsweise wenig Bewegung im Alltag hat, baut durch das Training zunächst verlorengegangene Muskelmasse wieder auf. Das macht sich auf der Waage bemerkbar. Wer viele (erfolglose) Crash-Diäten hinter sich hat, dessen Körper geht anfänglich häufig sehr behutsam beim Verbrennen von Energie um. Kein Wunder, muss er schließlich damit rechnen, wieder auf „Sparflamme“ funktionieren zu müssen. Hier hilft in der Regel ein umprogrammieren des Körpers. Durch regelmäßige Ernährung und Bewegung lernt er, wieder auf entsprechende Energiezufuhr mit passendem Energieverbrauch zu reagieren. Das dauert, das braucht Geduld.

Tipp: Weniger auf Waage und Spiegelbild, als mehr auf den Spielraum zwischen Körper und Klamotten achten. Ein untrügliches Zeichen dafür, das Laufen sich lohnt: Klamotten, die zunehmend lockerer sitzen.

6 Gedanken zu „Abnehmen durch Laufen Typische Fehler auf Eurem Weg zur Wunschfigur

  1. Anna

    Echt ein toller Aritkel, der von so vielen Leuten gelesen werden sollte. Wie oft höre ich „es funktioniert nicht“ „ich nehme nicht ab“ und Co. Ich sehe das Laufen einfach als Hobby, welches ich gemeinsam mit meinen Hunden ausübe und wenn es einen positiven Nebeneffekt hat bitte danke 🙂

    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Nicolas HäfelingerNicolas Häfelinger Beitragsautor

      Hey Anna,

      vielen Dank für Dein Feedback! Aus Lust an der Freude laufen zu gehen und ganz „nebenbei“ noch etwas für seine Fitness zu tun, ist eine super Herangehensweise. Und wenn Deine Hunde auch noch davon profitieren, umso besser! 🙂

      LG

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  2. Toni

    Hey Nicolas,
    ein guter Artikel von dir.. Ich laufe auch einfach nur gerne, weil ich dabei den Kopf so gut freikriege. Verbrannte Kalorien sind dabei natürlich ein Pluspunkt. Vor allem das mit der Abwechselung ist ein super Tipp, den ich in Zukunft vielleicht trotzdem mal umsetzen werde!
    Liebe Grüße
    Toni

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    1. Nicolas HäfelingerNicolas Häfelinger Beitragsautor

      Hallo Toni,

      danke für Dein Feedback! Den Kopf frei zu bekommen, ist auch ein wesentlicher Grund für meine Laufbegeisterung. Selbiger muss aber hin und wieder mal „ausgetrickst“ werden, um beispielsweise die Selbstmotivation aufrecht zu erhalten. Neue Reize im Training zu setzen, ist da ein guter Kniff, den wir Dir natürlich nicht vorenthalten wollten 😉 Dir weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Laufen!

      LG

      Nicolas

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    1. Nicolas HäfelingerNicolas Häfelinger Beitragsautor

      Hey Kerim,

      vielen Dank für das Lob! Hören wir natürlich gern 😉

      Wir wünschen Dir auch weiterhin viel Freude mit unserem Blog!

      LG

      Nicolas

      Antworten

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