Die Tanita Körperfettwaage RD-545 im Test

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Die Tanita Körperfettwaage RD-545 im Test

Dieser Test kostete Überwindung. Ängstlich stand ich mit meinen Füßen auf der Tanita Körperfettwaage RD-545 und konnte beim Analysieren meiner Körperwerte kaum hinsehen. Doch bereits nach 20 Sekunden waren die Daten auf mein Handy übertragen worden und die Wahrheit leuchtete mir vom Bildschirm entgegen.

Im folgenden Testbericht nehme ich dich mit auf meine Reise durch die bis dahin unerforschten Landschaften des Körperfetts, der Muskelmasse und sogar bis zur Muskelqualität. Eins vorweg, die Angst wich und die Motivation der Werteverbesserung flammte auf.

Die Tanita Körperfettwaage RD-545 im Überblick

Zunächst, wie funktioniert überhaupt die Tanita Körperfettwaage? Zur Analyse wendet die Tanita RD-545 die Zweifrequenz-Technologie an. Dabei wird der gesamte Körper segmentweise (Arme, Beine, Rumpf) mittels bioelektrischer Impedanzanalyse gemessen.

Was ist die bioelektrische Impedanzanalyse (BIA)?

Bei der BIA handelt es sich um eine Technik, bei der ein elektrisches Signal über die Füße, durch die Beine und den Bauch läuft. Mittels der Handelektroden wird der schwache, elektrische Reiz auch durch die Hände, Arme und Beine gesendet. Sobald das Signal auf Fettgewebe stößt, stellt dies einen Widerstand (Impedanz) dar. Dem hingegen bedeutet der natürliche Wassergehalt im Muskelgewebe keine Störung des Signalflusses. Die daraus resultierenden Messwerte werden in wissenschaftlich validierte Gleichungen zur Ermittlung der Körperzusammensetzung eingesetzt.

Welche Messwerte ermittelt die Tanita Körperfettwaage RD-545?

Die Tanita Körperfettwaage RD-545 ist mit der App „My Tanita“ via Bluetooth kompatibel. Nach der Messung werden die Werte auf die App übertragen und verständlich dargestellt.

Die Tanita Körperfettwaage RD-545 mit dazugehöriger App
Hier zum Produkt. Mit der MyTanita-App kann die RD-545 leicht bedient werden.

Dabei beträgt der Umfang der Körperanalyse:

  • Gewicht
  • Gesamte segmentale Muskelmasse
  • Gesamte segmentale Muskelqualität
  • Gesamtes segmentales Körperfett
  • Körperbauwert
  • Viszeral Fett
  • Grundumsatz
  • Stoffwechselalter
  • Knochenmasse
  • Körperwasser
  • Body Mass Index (BMI)

Die Tanita Körperfettwaage RD-545 im Test

Der Test konnte schnell starten. Dafür borgte ich mir unser Ausstellungsstück, klemmte mir dies unter den Arm und stand kurz danach barfuß im Büro – bereit die Tanita Körperfettwaage zu testen.

Bevor ich auf die RD-545 trat, installierte ich noch die „My Tanita“-App auf meinem mobilen Endgerät. Die App war kostenlos im App-Store zu erhalten. Durch die Bluetooth-Funktion der Körperfettwaage konnte ich mein Smartphone ganz einfach mit ihr verbinden. Dazu hatte ich zunächst meine persönlichen Daten in der App angegeben.

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Größe
  • Aktivitätslevel
  • Geschlecht

Im Anschluss schaltete ich die Tanita RD-545 an und drückte in der App den orangenen Button „Messung starten“. Daraufhin hat sich mein Handy mit der Körperfettwaage via Bluetooth verbunden. Anschließend platzierte ich meine Füße auf den dunkelgrauen Flächen des Körperfettmessgerätes. Woraufhin ich mich bückte und die Handelektroden griff, welche ich bis zu meiner Körpermitte zog. Nach 20 Sekunden war die Körperanalyse beendet. Alle Daten wurden auf die „MyTanita“-App übertragen und übersichtlich aufgelistet.

1. Wert Gewicht

Zu meinem Glück leuchtete mein Körpergewicht in einem grün umzogenen Rahmen auf. Sogar ein kleines Häkchen erschien über meinem Gewicht. Nun wollte ich jedoch genauer wissen, welche Bedeutung dahinter steckt. Dafür klickte ich auf die Infobox unterhalb meiner Gewichtsangabe. Darin wurde mir der Begriff „Gewicht“ erläutert und in einer Skala wurde Unter-, Normal- und Übergewicht definiert. Zufrieden mit dem ersten Wert ging ich zum nächsten Ergebnis über.

2. Wert BMI

Der BMI sollte mir nun aufzeigen, wie gesund mein Gewicht im Verhältnis zu meiner Körpergröße ist. Mit meinem Messwert lag ich im Normalen-Bereich. Dies zeigte die Skala im Informationsfeld an, die in unter, normal, über und fettleibig gegliedert ist.

3. Wert Körperfett

Auf das dritte Ergebnis war ich besonders gespannt. Doch auch hier war alles im grünen Bereich. Ich öffnete ebenfalls die Infobox. Neben der Skala zum Körperfettbereich war ein Sachtext über Körperfett hinterlegt. Nun ist Körperfett ein fieses Wort. Doch vergessen wir oft, wie wichtig Körperfett zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur und zum Schutz der Gelenke sowie inneren Organe ist. Dementsprechend kann zu wenig sowie zu viel Körperfett der Gesundheit schaden.

Die Skala gibt den Bereich des Körperfettanteils im Körper an. Der Bereich von 21 bis 33 Prozent ist gut.

0 – 20 %

  • kann zu Osteoporose führen
  • kann bei Frauen einen unregelmäßigen Menstruationszyklus und Unfruchtbarkeit zur Folge haben

über 35 %

  • kann das Risiko für Herzkrankheiten, Bluthochdruck sowie Typ-2-Diabetes erhöhen

4. Wert Muskelmasse

Die Muskelmasse gibt das ermittelte Muskelgewicht im Körper an. Darunter zählen Skelettmuskeln, Herz-und Verdauungsmuskeln sowie auch das enthaltende Wasser in der Muskulatur. Mit meinem Wert war ich nicht zufrieden, da ich sehr erschrocken darüber war, wie meine Muskelmasse in meinen Körpersegmenten verteilt ist. So sind meine Beine und mein Rumpf hinsichtlich der Muskelmasse in Ordnung. Doch in meinen Armen scheint die Ansiedlung von Muskeln schon gar utopisch. Hinsichtlich des nächsten Wertes „Muskelqualität“ dachte ich mir somit, Qualität vor Quantität.

5. Wert Muskelqualität

Es folgte keine Überraschung. Denn wo keine Muskeln sind, kann die Qualität auch nicht stimmen. Somit überflog ich die Muskelqualität in meinen Armen mit dem Vermerk, die Armmuskulatur muss dringend trainiert werden. Folglich kam ich zur Muskelqualität in meinen Beinen, die mich freudig stimmte. Dabei kratzen die Werte schon an einer hohen Muskelqualität und entpuppten sich als absolutes Gegenstück zu meinen Armen.

Die Grafiken zeigen die Ergebnisse zur Muskelqualität in den einzelnen Segmenten an.

6. Wert Körpertyp

Beim Körpertyp wird der Muskel- und Körperfettanteil einem der 9 Körpertypen zugeordnet.

Die 9 verschiedenen Körpertypen ergeben sich aus dem Zusammenspiel von Muskel- und Körperfettanteil im Körper.

Die Zusammensetzung aus muskulösen Beinen und untrainierten Armen ergab den Körpertyp 5. Dieser steht für den Durchschnitt aus Muskel- und Fettanteil im Körper, also ein Normalo.

7. Wert Knochenmasse

Die Knochenmasse gibt das vorhergesagte Gewicht an Knochenmineral im Körper an. Mit einer Knochenmasse von 2,3 Kilogramm lag ich im grünen Bereich.

8. Wert Viszerales Fett

Die Funktion des Viszeral Fettes ist der Schutz der lebenswichtigen Organe. Zu viel Viszerales Fett ist jedoch ungesund, da Bluthochdruck oder auch Herzkrankheiten die Folge sein können. In den meisten Fällen lagert sich überschüssiges Viszeral Fett am Bauch an.

In der Abbildung sind die Werte von 0 bis 12 aufgezeigt. Diese stellen den positiven Bereich des Viszeral Fett Anteils im Körper dar.

Die Körperfettwaage gibt den Analysewert in Zahlen an. Im grünen Bereich sind die Werte von 0-12 und ab 12 ist der Anteil an Viszeral Fett zu hoch. Mit einer 1,0 durfte ich das Feld räumen.

9. Wert Grundumsatz

Der nächste Punkt der Tanita Körperfettanalyse war der Grundumsatz. In der Infobox erhielt ich Anhaltspunkte zur Interpretation des Messwertes. Mich fasziniert die Tatsache, dass unser Körper kontinuierlich arbeitet und wir die meisten Abläufe im Körper gar nicht registrieren. Wenn ich nun den ganzen Tag sitze, benötigt mein Körper trotzdem 1.372 Kalorien, um alle Körperfunktionen in vollem Umfang aufrecht erhalten zu können.

10. Wert Stoffwechselalter

Mein Stoffwechselalter wurde ermittelt, indem mein Grundumsatz mit dem durchschnittlichen Grundumsatz je Alter verglichen wurde.

In der Grafik wird das Stoffwechselalter von 14 Jahren abgebildet.

Folglich konnte mein Grundumsatz einem Alter zugeordnet werden. Nun musste ich doch sehr schmunzeln, mein Stoffwechselalter betrug 14 Jahre. Somit lag ich 8 Jahre unter meinem regulären Alter.

11. Wert Körperflüssigkeit

Der letzte Wert der Tanita Körperfettwaage RD-545 war die Körperflüssigkeit. Wie in der Infobox festgehalten, bestehen mehr als 50 % des Körpers aus Wasser. Mein Wert von 55,5 % spiegelt dies wieder und ist somit im grünen Bereich der Skala.

Fazit zur Tanita Körperfettwaage RD-545

Die Körperanalyse mit der RD-545 von Tanita war ein Abenteuer. So erfuhr ich viel über meinen Körper, der Tag täglich wie eine Maschine seine Abläufe vollbringt. Ich bekam ein neues Körperbewusstsein und setzte mir das Ziel meine Werte zu verbessern. Schließlich will ich die harte Arbeit meines Organismus unterstützen. Wie wichtig Gesundheit ist, war mir zuvor bereits bekannt. Doch endlich aus Gewohnheiten herauszubrechen, hat mir die Körperfettwaage gezeigt. Schwarz auf weiß hatten meine Körperwerte auf dem Display gestanden und die sollen sich nun ändern!

Schlussendlich kann ich die Tanita Körperfettwaage RD-545 nur empfehlen. Die Durchführung der Körperanalyse ist einfach und durch die App werden die Werte übersichtlich dokumentiert. Eine Steigerung der Motivation konnte ich ebenfalls deutlich spüren. Mittels der präzisen Datenerfassung sind Fortschritte schnell zu erkennen. Der Wille, mit seinem Körper in Einklang zu kommen, wird ebenfalls positiv beeinflusst. Dazu trägt die ausführliche Datenanalyse bei. Einerseits hilft diese beim Abnehmen, da der Grundumsatz und die Körperzusammensetzung somit bekannt sind. Folglich kann die Ernährung an den Grundumsatz angepasst werden. Anhand der Körperzusammensetzung können die daraus resultierenden Erfolge analysiert werden. Andererseits zeigt die Datenanalyse die Gesamtheit des Viszeral Fettes im Körper an. Dieser Wert kann auch bei dünnen Menschen hoch sein und die Gesundheit gefährden. Das Viszeral Fett lagert sich dabei versteckt im inneren des Körpers um die Organe an.

Somit eignet sich das Tanita Körperfettmessgerät nicht nur für Sportler sondern für jeden Menschen, der einen Anreiz für eine gesunde Lebensweise sucht.

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