Detox Tag 2 – Erfahrungen und Rezepte

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Detox Tag 2 mit grünem Mittag

An ersten Tag meines Detox-Programms hatte ich ja bereits morgens schwer damit zu kämpfen, dass ich keinen Kaffee trinken darf. Das Aufstehen ohne Kaffee fiel mir am zweiten Tag keineswegs leichter. Zur Kaffeedose ging mein Griff heute morgen aber nicht, sondern zum Essensplan. Das ist doch schon mal ein Erfolg. Auf dem Plan standen: Obst zum Frühstück, ein grüner Smoothie zum Mittag und abends eine Kartoffel-Kohlrabi-Suppe.

Detox Tag 2: das Frühstück

Am Morgen hatte ich Kopfschmerzen. Ich fühlte mich gerädert und ich sollte den ganzen Tag nicht mehr wirklich wach werden. Ich habe das natürlich gleich gegoogelt. Suchwort: Kaffee-Entzug. Trefferzahl: 126.000. Es gibt sogar einen Wikipedia-Eintrag zum Thema Coffeinismus. Dort heißt es, dass nach der ICD 10 (das ist ein international anerkannter Katalog mit Auflistung und Klassifikation allermöglichen Krankheiten) neben eine gewisse Niedergeschlagenheit mindestens zwei der folgenden Symptome treten müssen, um ein Entzugssyndrom zu diagnostizieren:

  • Lethargie und Müdigkeit — CHECK
  • psychomotorische Verlangsamung oder Unruhe — CHECK
  • Verlangen nach stimulierenden Substanzen — CHECK [Kaffee, halt]
  • Appetitsteigerung — CHECK
  • Schlafstörungen, wie Schlaflosigkeit (Insomnie) oder vermehrtes Schlafbedürfnis (Hypersomnie) — CHECK
  • bizarre oder unangenehme Träume — kann ich mich nicht dran erinnern

blog-cw-detox-obsttellerDa muss man kein Doktor House sein, um zu diagnostizieren: Ich habe ein Koffeinproblem. Zum Glück stand auf dem Frühstücksplan etwas Leckeres und Süßes, denn danach hatte ich tatsächlich Verlangen. Mein Gehirn forderte das. Es gab einen Obstteller. Ich kenne Obst-Teller zum Frühstück sonst nur aus dem Urlaub. Ich bin einfach nicht so ein Obst-Esser. Also eine Art Premiere: Christian Werner schneidet sich Obst zum Frühstück und zwar Folgendes:

  • 1/2 Orange
  • 1/2 kleine Ananas
  • 1/2 Mango
  • 1 Apfel
  • und als kleines Geschenk von mir an mich: 1 Passionsfrucht/Maracuja

Eine Zubereitungs- oder Anrichte-Empfehlung unterlasse ich in diesem Fall mal. Dass man bei der Ananas die Schale vorher entfernt, dürfte bekannt sein? Passionsfrucht am besten löffeln! Von der Kombination her ist es bis auf den Apfel natürlich etwas südlicher angehaucht, aber so ein bisschen Südsee-Sonnenschein am Morgen kann ja nicht schaden.

Tag 2: Mittagessen

blog-cw-detox-smoothie-2Es gibt im Englischen das Wort (to) crave for sth.. Ich weiß nicht warum, aber ich mag das Wort, ich finde, es klingt richtig. Es heißt so viel wie: ein Verlangen nach etwas haben, nach etwas gieren oder sich nach etwas verzehren. All das hatte ich auch, ein Verlangen, Craving, ein Sich-Verzehren nach etwas. Ein wenig unbestimmt zwar, aber deutlich zu spüren. Vielleicht nach dem Thai-Curry vom Asiaten hier um die Ecke, Fischbrötchen mit Schlei-Hering – der gerade Saison hat – oder einem Käsebrötchen. Zum Bergfest merke ich also schon, dass ich irgendwie auf anderes, Deftigeres konditioniert bin. Sicher kommt dazu, dass ich aufgrund des Entzugs alles etwas größer denke. Nichtsdestotrotz: Zu dem Zeitpunkt fühlte es sich nach Verzicht an. Dafür sollte es zum Mittag ja einen Green Smoothie geben, mit knapp 600 ml füllt der auf jeden Fall den Magen. Zubereitung wie gehabt: Zutaten gegebenenfalls etwas verkleinern und mit etwas Wasser auffüllen und dann krätig pürieren und genießen.
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  • 1/3 Salatgurke
  • 1 gute Hand Feldsalat
  • 1/2 Avocado
  • 1/2 Apfel
  • Petersilie und Schnittlauch
  • je 1-2 TL Zitronensaft und Olivenöl (Ihr wisst schon, wegen der fettlöslichen Vitamine)
  • etwas Salz und Pfeffer

Hab ich nicht im ersten Teil geschrieben, dass ich meine Kenntnisse vom Smoothies, Säuren und Basen etc. in Pausenraum-Gesprächen einsetzen würde? Hab ich gemacht und die beiden anwesenden Damen haben auch vom Smoothie probiert. Auch wenn die eine sich darüber entrüstete, dass ich Salz und Pfeffer vergessen hatte, woran aber die andere Schuld war. Nicht ich. Echt nicht …

Tag 2: das Abendessen

Suppe, noch im Rohzustand

Suppe, noch im Rohzustand

Mit dem was auf meinem abendlichen Speisezettel, konnte ich mich von erster Sekunde an anreunden: Kartoffel-Kohlrabi-Suppe. Mag ich beides und auch alles andere was reinkommen sollte. Also habe ich mir alle Zutaten zusammengesucht:

  • 1 Zwiebel
  • <1 Knoblauchzehe

  • 1 Kohlrabi
  • 2 kleine Kartoffeln
  • ca. 300 ml Gemüsebrühe
  • gehackte Mandeln
  • frische Petersilie, Salz, Pfeffer, Coriander-Samen
  • Erdnuss-Öl

blog-cw-detox-suppe-2 Zur Zubereitung: Zwiebeln und Knoblauch klein schnibbeln und im Öl dünsten. Die Kartoffeln und den Kohlrabi klein würfeln und ebenfalls mitdünsten. Nach ca. 5 Minuten die Koriandersamen platt drücken und hinzugeben – nicht zu viele! Plattgedrückt geben sie zwar Geschmack ab, sind aber auch intensiv, wenn man auf sie beißt. Ca. 10 Stück sollten reichen und ca. 2 Minuten mitdünsten lassen.

Dann die Gemüsebrühe dazugeben und das ganze ca. 10-15 Minuten köcheln lassen. Danach beiseite stellen und ein wenig abkühlen lassen. Dann püriert Ihr die Suppe und schmeckt sie mit Salz und Pfeffer ein wenig ab. Die frisch gehackte Petersilie unterrühren und anrichten.

Interesseloses Wohlgefallen

Interesseloses Wohlgefallen

Fazit des 2. Detox-Tages

Ich fürchte, ich kann fast das gleiche schreiben wie in meinem Detox-Erfahrungsbericht von gestern. Koffein-Entzug kann echt bitter sein und vielleicht entwöhnt diese Kost meinen Körper auch noch von ganz anderen Dingen. Ich bin mir mittlerweile recht sicher, dass das trotz Übellaunigkeit und Müdigkeit eine gute Idee war. Das hilft mir auch heute am 3. Tag über die Runden. Das und Unmengen Pfefferminz-Tee. Mit einem Kollegen habe ich vorhin auch über Kaffee-Verzicht gesprochen. Er habe den ersten Tag nicht geschafft. Ehrlich: Stünde ich nicht unter Beobachtung, hätte ich es auch nicht geschafft. Und genau deswegen, war die Entscheidung das mal auszuprobieren, richtig.

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